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Nordkurier Ratgeber - Mein Garten Paradies
Das bewegt den Nordosten

Blumen am Meer – das hatte schon 2003 zur Internationalen Gartenschau in Rostock begeistert. 2025 will die Hansestadt nun die Bundesgartenschau ausrichten. Foto: Bernd Wüstneck
Blumen am Meer – das hatte schon 2003 zur Internationalen Gartenschau in Rostock begeistert. 2025 will die Hansestadt nun die Bundesgartenschau ausrichten. Foto: Bernd Wüstneck

    

Es lässt sich nicht mehr übersehen: In den Gärten regt sich das Leben. Frühlingsanfang ist die beste Zeit, auf die Gartensaison vorauszuschauen. Was jetzt zu tun ist, und welche Höhepunkte in den kommenden Monaten anstehen? Unser Redaktionsteam hat da mal ein paar Vorschläge. 

Rostock richtet Buga 2025 aus 

Rostock. Fans der Bundesgartenschau müssen sich noch bis 2021 gedulden. Da das Gartenfestival seit der ersten Auflage 1951 alle zwei Jahre ausgetragen und zuletzt 2019 Heilbronn die Gastgeberstadt war, ist in diesem Jahr wieder Pause. Vom 23. April bis zum 10. Oktober 2021 richtet dann die thüringische Landeshauptstadt Erfurt die Buga aus. Die nächste Internationale Gartenschau, die im Zehn-Jahres-Rhythmus stattfindet, steht 2023 in Mannheim an.

2025 kehrt die Buga dann in den Nordosten zurück. Die Hansestadt Rostock will zum zweiten Mal nach der Internationalen Gartenschau IGA 2003 Schauplatz eines Gartenfestivals von überregionaler Bedeutung werden. Dabei kann Rostock auf eine kräftige Finanzspritze des Landes bauen. Wie Mecklenburg-Vorpommerns Agrarminister Till Backhaus (SPD) ankündigte, werden bis zu 60 Millionen Euro aus Landesmitteln bereitgestellt. Zwei Drittel davon steuere allein das Wirtschaftsressort bei. Mit der Zusage des Landes erhalte die Stadt insbesondere für städtebauliche Projekte Planungssicherheit. „Die Förderprogramme stehen, die Mittel sind eingestellt. Das Geld kann abgerufen werden“, sagte Till Backhaus. Die geplanten Investitionskosten für das Großereignis liegen nach derzeitigem Stand bei 142 Millionen Euro. Davon müsse die Stadt 68 Millionen bereitstellen, rund 14 Millionen wird der Bund beisteuern.


Gießkannen weisen den Weg

14. Juni stehen für Mecklenburg-Vorpommern die Tage der offenen Gärten im Kalender. Landesweit werden 138 Gärten ihre Tore für Besucher öffnen. Bunte Gießkannen dienen als Erkennungszeichen der Beteiligten. Der Verein „Offene Gärten in MV“ feiert in diesem Jahr sein fünfjähriges Bestehen. Die Homepage im Internet wurde gerade aufgefrischt. Dort können sich Gartenfreunde über die Standorte und Angebote der offenen Gärten informieren oder für eine Schutzgebühr von einem Euro die Infobroschüre bestellen. Zudem nehmen die Regionalbeauftragten von „Offene Gärten“ bereits Anmeldungen von potenziellen Gartengastgebern für 2021 entgegen.

http://offene-gaerten-in-mv.de


Offene Tore in der Uckermark

Prenzlau. Gleich zwei Termine zur Stippvisite in anderer Leute Parks und Gärten sind in der Uckermark geplant: Am 13. und 14. Juni sowie am 5. und 6. September öffnen landauf landab Gärten und Parkanlagen von 10 bis 18 Uhr ihre Tore für Besucher. An mehr als 40 Orten können sich Gartenfreunde umschauen und inspirieren lassen, fachsimpeln, fotografieren oder schlicht genießen. Der Klostergarten in Prenzlau und der Findlingsgarten an der Stadtmauer von Fürstenwerder zählen ebenso dazu wie der Lenné-Park von Wolfshagen oder der Gutpark in Warbende. Die Gärten sind so vielfältig und bunt wie die schöne Uckermark. Mehr Informationen gibt es im Internet.

http://tourismus-uckermark.de


Staudenzeit

Neubrandenburg. Ende März sollten spät blühende Stauden wie Fetthenne, Herbstanemone oder Raublattaster gepflanzt werden. Das rät der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde. Beim Teilen alter Pflanzen hilft oft ein beherzter Stich mit dem Spaten. Jedes Teilstück braucht einen gesunden mehrtriebigen Kopf. Da Stauden unter Bodenmüdigkeit leiden, empfehlen die Fachleute einen Standortwechsel.


Glyphosat-Verbot für Kleingärten noch 2020

Neubrandenburg. Ein Verbot des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat für Privatanwender soll so bald wie möglich in diesem Jahr erlassen werden. Das plant die Bundesregierung im Zuge ihrer „Glyphosat-Minderungsstrategie“. Die Pflanzenschutzanwendungsverordnung werde verändert, hieß es aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium. Derzeit befinde sich ein Entwurf in Abstimmung der zuständigen Ministerien. Der erste Anlauf für einen Stopp privater Glyphosat-Nutzung war im vergangenen Sommer knapp gescheitert. Eine Abteilung der Weltgesundheitsorganisation hatte Glyphosat vor Jahren als „wahrscheinlich krebserregend“ klassifiziert. Andere Studien sehen das Mittel bei sachgemäßer Anwendung als ungefährlich an.


Die Blattläuse kommen

Eine frühe Blattlaus-Plage droht. Foto: Andrea Warneck
Eine frühe Blattlaus-Plage droht. Foto: Andrea Warneck

Mainz. Dieser Winter war harmlos – das ist ein guter Umstand für Blattläuse. Sie werden nicht durch Fröste abgetötet, und es droht schon früh und heftig eine Blattlaus-Plage im neuen Gartenjahr. Denn deren natürlicher Lebenszyklus kommt nicht an sein Ende. Im Spätsommer wandern Blattläuse auf ihre Winterwirtspflanzen und produzieren dort sogenannte Wintereier. Es sind zwar im Vergleich zur normalen Eierproduktion während des Jahres weniger, dafür überstehen diese Gelege aber selbst harte Fröste. Sie sind Basis der neuen Population. Die erwachsenen Tiere sterben hingegen in normal-kalten Wintern ab. Bleiben längere Frostperioden jedoch aus, können sie überleben – und sich zeitig im Frühjahr weitervermehren, zusätzlich zu den ersten Tieren, die aus den Wintereiern schlüpfen. Eine entsprechend große Population ist die Folge, so die Gartenakademie Rheinland-Pfalz.


Amsel, Drossel, Fink und Star – wer ist wirklich da?

Guck mal, wer da zwitschert: Rotkehlchen (von links oben im Uhrzeigersinn), Amsel, Sperling und eine Kohlmeise. Fotos: DPA
Guck mal, wer da zwitschert: Rotkehlchen (von links oben im Uhrzeigersinn), Amsel, Sperling und eine Kohlmeise. Fotos: DPA

Neubrandenburg. Wie steht es um die Vögel in unserer Nachbarschaft? Dieser Frage geht der Naturschutzbund Deutschland NABU nach und wirbt dafür alljährlich am zweiten Wochenende im Mai um möglichst große Unterstützung. 2020 schlägt die „Stunde der Gartenvögel“ vom 8. bis 10. Mai. Natur- und Vogelfreunde sind aufgerufen, in Städten und Dörfern, Gärten und Park eine Stunde lang zu beobachten, welche Vögel sich sehen lassen. Notiert wird jeweils von jeder Art die höchste Anzahl Vögel, die gleichzeitig festzustellen sind, wie der NABU erklärt.

Die Ergebnisse werden an den Bund gemeldet – übers Internet, per Telefon oder auf dem Postweg mit den angebotenen Meldebögen. Wer sichergehen will, die Vogelarten unterscheiden zu können, sollte auf Informationsblätter des NABU oder eine App fürs Smartphone zurückgreifen. Je mehr Menschen mitzählen, desto genauer der Befund.

Im vergangenen Jahr zur 15. Auflage der Aktion hatten sich bundesweit gut 76 000 Vogelfans beteiligt und damit einen neuen Rekord eingestellt. An rund 51 400 Standorten wurden 1,7 Millionen Vögel gesichtet. Pro Garten waren es innerhalb der Zählstunde im Schnitt elf Arten, was einem langjährigen Mittelwert entspricht. Dabei zeigte sich unter anderem, dass sich die Bestände von Haus- und Feldsperling nach jahrelangem Rückgang langsam erholen. Sie sind die häufigsten Gartenvögel. Im Sinkflug hingegen befinden sich die Insektenfresser unter den Vögeln: Von den neun häufigsten heimischen Arten gingen sechs merklich zurück, darunter Mauersegler, Mehlschwalbe, Hausrotschwanz und Zaunkönig.

http://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/stunde-der-gartenvoegel/mitmachen/12296.html
http://NABU.de/vogelwelt


Plus in Schloss und Park

Schwerin. Die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen Mecklenburg-Vorpommern (SSGK) haben 2019 ein Besucherplus von elf Prozent verzeichnet. An den Kassen wurden 503 515 Gäste gezählt nach 452 398 im Jahr davor, teilte der Landesbetrieb mit. Die höchsten Zuwächse erzielten die Schlösser Schwerin und Hohenzieritz. „Alle anderen Schlösser konnten ihre Besucherzahlen ebenfalls steigern, mit Ausnahme von Ludwigslust“, hieß es. Das Staatliche Museum Schwerin habe sogar eine Steigerung von 30 Prozent gegenüber 2018 verzeichnet. Als Besuchermagnet erwies sich vor allem die Sonderausstellung über den mecklenburgischen Landschaftsmaler Carl Malchin (1838-1923), die mehr als 30 000 Menschen sahen. Zu den SSGK gehören neben dem Staatlichen Museum Schwerin die Schlösser Ludwigslust, Schwerin, Güstrow, Granitz, Mirow, Hohenzieritz und Bothmer sowie die Schlossgärten.


Kartoffeln zum Start

Bornhöved. Einen Garten auf neu bebauten oder verwilderten Grundstücken zu bestellen, ist ein Kraftakt: Die Erde ist oft so dicht, dass Wurzeln sich nur schwer ausbreiten, und Unkraut in Massen sprießt. Ein Tipp: Erst einmal Kartoffeln anbauen. Dazu rät die Staudengärtnerin Svenja Schwedtke aus Bornhöved. „Durch das viele Hacken und Häufeln wird man eine Menge Unkraut los.“