Anzeige

Lokales
Die Renaissance des Büros

Foto: Eichler
Foto: Eichler
Mandt Büroorganisation GmbH

Im Raum liegt enormes Wertschöpfungspotenzial

Das Büro ist das Werkzeug geistiger Arbeit. Je besser das Werkzeug, desto besser auch die Arbeit. Dieser Grundsatz ist Christiane Jörhs in Fleisch und Blut übergegangen, sie leitet die Abteilung Büroeinrichtung der Neubrandenburger Firma Mandt Büroorganisation. Die geprüfte Arbeitsplatzexpertin weiß, wovon sie spricht: sie ist Diplom-Maschinenbauingenieurin, hat einst in der Betriebsprojektierung darüber befunden, wie Produktionshallen bestückt wurden, damit ein möglichst effizientes Arbeiten möglich war. Jetzt schaut sie mit genau eben dieser Sicht auf Büroräume: „Wir können Bedingungen schaffen, die zu erstklassiger Leistung befähigen“, stellt Jörhs klar. Im Raum selbst liege ein enormes Wertschöpfungspotenzial. Ein Arbeitsplatz bestehe mitnichten nur aus einem Schreibtisch und einem Stuhl, auch Farbe, Klima, Licht, Akustik, sogar Beduftung seien entscheidend, ob der Arbeitnehmer sich so wohl fühle und bereit sei, im Zweifel auch 120 Prozent zu geben.


Abgrenzungen ermöglichen, das Maß äußerer Reize selbst zu kontrollieren. Foto: WINI
Abgrenzungen ermöglichen, das Maß äußerer Reize selbst zu kontrollieren. Foto: WINI

Insofern steht für Christiane Jörhs vor der Einrichtung noch die Konzeption. Es gilt, Produktivität und Kreativität zu fördern, Begegnungen zu schaffen, Kommunikation zu unterstützen und auch Rückzugsorte und Diskretion zu wahren. Der Wunsch nach Offenheit und das Bedürfnis nach Rückzug sollte im ausgewogenen Verhältnis erfüllt werden. „Natürlich komme ich nicht immer durch mit meinen Vorschlägen, aber durch die Diskussion öffne ich den Blick des Kunden und stoße einen Prozess des Um- und Weiterdenkens an“, sagt die Einrichtungsexpertin. Zumindest aber weist sie dann doch zuallererst auf Tisch und Stuhl hin. Eine feste Tischhöhe auf 72 Zentimeter jedenfalls mache gar keinen Sinn. „Das passt für zehn Prozent der Angestellten, alle anderen verbiegen sich“, macht Christiane Jörhs unmissverständlich klar. Sie zitiert Studien, die beweisen, dass Steh-Sitz-Tische im Büro eine wesentliche Rolle spielen, wenn es darum geht, das physische, kognitive und emotionale Wohlbefinden der Mitarbeiter zu berücksichtigen. Sich frei bewegen zu können, verleihe ihnen vielfältige Auswahl- und Kontrollmöglichkeiten am Arbeitsplatz und verbessere so nicht zuletzt auch ihr Engagement. „Wir alle sind einfach besser, wenn wir unserem Naturell entsprechen können.“ Susanne Eichler