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Lehrstellen Kurier
Keine Zeiten für Alleswisser, aber für Tippgeber schon

Gut Conow Holding Gmbh + Co. KG
DRK Bildungszentrum Teterow gGmbH

Marina Spreemann meint:


Normalität ist heute etwas anderes als noch vor einem Jahr. Für junge wie für alte Leute. Im Privaten wie im Beruflichen: Maskenpflicht und Reisebeschränkungen, Homeoffice und Videokonferenzen. Jeder kann davon berichten, was jetzt anders für ihn läuft und was ihn nervt. Vieles stellt schon erfahrene Menschen auf die Probe – und junge Leute, die eigentlich in einen neuen Lebensabschnitt starten wollen, erst recht. Die meisten haben sich darauf echt gefreut: endlich erwachsen, endlich eigenes Geld, endlich selbstständig. Vielleicht sogar die erste eigene Wohnung.

Was macht Corona nun mit den Zukunftsplänen? Was wird mit dem Ausbildungsbetrieb, den ich mir ausgesucht habe? Wie verändert es meinen Wunschberuf? Werden meine Zukunftsaussichten nun schlechter? Bedenken und Fragen, die jetzt viele (künftige) Schulabgänger umtreiben und die man auch nicht so einfach vom Tisch wischen kann.

Die „richtigen“ Antworten auf solche Fragen kann wohl keiner geben, Eltern nicht, Lehrer nicht und auch die allerwenigsten Berater oder Chefs. Sich als Alleswisser zu versuchen, wirkt sowieso eher unglaubwürdig, und zurzeit ganz besonders. Jetzt jedoch den Weltuntergang heraufzubeschwören und den Jugendlichen die Zukunft in düsteren Farben zu schildern – das hilft auch keinem. Und – mal ganz ehrlich – den Kindern zu sagen, welcher Beruf wirklich Zukunft hat und wie sich ihr Traumjob mal entwickeln wird, das war auch schon vor Corona für die meisten Eltern eher schwierig. Digitalisierung und Globalisierung sind da nur zwei Stichworte.

Was kann man den Kindern also raten? Realistisch und aufmerksam bleiben. Sich informieren, fragen und die Augen offen halten. Und bei allem sind natürlich die Eltern mit ihrer Lebenserfahrung immer die besten Tippgeber. Aber dafür müssen auch sie auf dem Laufenden sein. Dieser „Lehrstellen Kurier“ kann dabei ganz bestimmt eine Hilfe sein.

Kontakt zur Autorin
m.spreemann@nordkurier.de